Auf einen Blick
1. Warum Fußpflege per Fernstudium?
Die Nachfrage nach professioneller Fußpflege wächst seit Jahren – getrieben durch eine alternde Bevölkerung, steigendes Gesundheitsbewusstsein und den Trend zu Self-Care-Angeboten. Wartezeiten von vier bis sechs Wochen bei Fußpflegepraxen sind keine Seltenheit, viele nehmen gar keine Neukunden mehr an.
Ein Fernkurs bietet den idealen Einstieg: Du lernst flexibel neben Beruf und Familie, bestimmst dein eigenes Tempo und brauchst keine Vorkenntnisse. Die beiden größten Anbieter – das ILS (Institut für Lernsysteme) und die SGD (Studiengemeinschaft Darmstadt) – gehören beide zur Klett-Gruppe und bieten staatlich zugelassene Lehrgänge mit identischer Grundstruktur, aber einigen Unterschieden im Detail.
2. ILS vs. SGD – der große Vergleich
Beide Fernschulen bieten einen nahezu identischen Lehrgang an, der dich in 8 Monaten zur geprüften Fußpflegerin ausbildet. Die wichtigsten Unterschiede liegen bei Preismodellen, Lernplattform und Service-Details. Hier der direkte Vergleich:
| Kriterium | ILS | SGD |
|---|---|---|
| Reguläre Dauer | 8 Monate | 8 Monate |
| Kostenlose Verlängerung | 4 Monate | 4 Monate |
| Wöchentlicher Aufwand | ca. 10 Stunden | ca. 10 Stunden |
| Studienhefte | 11 Hefte + 1 Berichtsheft | 11 Hefte + 1 Berichtsheft |
| Praxisseminar | 3 Tage (Darmstadt) | 3 Tage (Darmstadt) |
| Lernplattform | ILS Online-Studienzentrum + KILEA (KI-Lernbegleitung) | SGD OnlineCampus + App |
| ZFU-zugelassen | ✓ (Nr. 7522225) | ✓ (Nr. 7527225 / 7528625) |
| AZAV-zertifiziert | ✓ (100 % Bildungsgutschein) | ✓ (100 % Bildungsgutschein) |
| Kostenlos testen | 4 Wochen | 4 Wochen |
| Abschluss | Gepr. Fußpfleger/in (ILS) mit Nagelmodellage, Fräser- & Spangentechnik | Gepr. Fußpfleger/in (SGD) inkl. Nagelmodellage, Fräser- & Spangentechnik |
| Internat. Zertifikat | ✓ (englischsprachiges ILS-Certificate auf Wunsch) | ✓ (englischsprachiges SGD-Certificate auf Wunsch) |
| Pflegepunkte | ✓ (anerkannt bei „Registrierung beruflich Pflegender“) | ✓ (40 Weiterbildungspunkte) |
🎓 ILS – Geprüfte/r Fußpfleger/in
Deutschlands größte Fernschule mit über 350 Fernkursen. Inklusive KI-gestützter Lernbegleitung KILEA und 4 Wochen kostenlosem Probestudium.
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Traditionsreiche Fernschule mit über 75 Jahren Erfahrung. Moderner OnlineCampus mit App und persönlicher Studienbetreuung.
Kostenlos Infomaterial anfordern →3. Kosten, Förderung & Finanzierung
Die genauen monatlichen Raten variieren je nach gewähltem Modell (rein digital oder mit gedruckten Studienunterlagen). Beide Anbieter bieten flexible Ratenzahlung über die gesamte Studiendauer. Die Gesamtkosten liegen typischerweise zwischen ca. 1.000 und 1.400 Euro – inklusive Praxisseminar, Prüfungsgebühr und Lernmaterial.
So sparst du bei der Ausbildung
Bildungsgutschein (AZAV): Beide Kurse sind AZAV-zertifiziert. Das bedeutet: Wenn du arbeitssuchend bist, von Arbeitslosigkeit bedroht oder dich beruflich weiterbilden möchtest, kann die Arbeitsagentur oder das Jobcenter die kompletten Kurskosten übernehmen – zu 100 %. Dafür benötigst du einen Bildungsgutschein.
Steuerliche Absetzbarkeit: Auch ohne Bildungsgutschein kannst du die Kosten als Werbungskosten (bei beruflicher Weiterbildung) oder Sonderausgaben (bei Erstausbildung) von der Steuer absetzen.
Kostenloser Testmonat: Bei beiden Anbietern kannst du den Kurs 4 Wochen lang unverbindlich und kostenlos testen. Wenn dir der Kurs nicht zusagt, entstehen keinerlei Kosten.
4. Lerninhalte & Praxisseminar
Der Fernkurs gliedert sich in drei große Themenbereiche, die dich systematisch vom Grundlagenwissen bis zur professionellen Anwendung führen:
Fußpflege als Beruf
Im ersten Abschnitt lernst du die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen: Kosmetikrecht, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Unfallverhütung und den erfolgreichen Berufseinstieg in die Kosmetikbranche. Besonders wertvoll für alle, die sich später selbstständig machen möchten.
Fußpflege & Fußgesundheit
Das Herzstück der Ausbildung: Du beschäftigst dich mit der Anatomie des Fußes, lernst die professionelle Fußanalyse, Hygienemaßnahmen und die wichtigsten Behandlungstechniken. Dazu gehören Fußbäder und -packungen, verschiedene Massagetechniken, die Skalpelltechnik, der Einsatz elektrischer Fräser, die Spangentechnik zur Vorbeugung einwachsender Nägel sowie die Entfernung von Schwielen und Hühneraugen.
Fußkosmetik & Nagelmodellage
Im dritten Block vertiefst du dich in ästhetische Behandlungen: professionelle Lackier- und Verzierungstechniken sowie die Nagelmodellage mit Schablonentechnik. Diese Fähigkeiten sind besonders gefragt und können dein Leistungsspektrum deutlich erweitern.
Das 3-tägige Praxisseminar
Ein Highlight des Fernkurses ist das obligatorische Praxisseminar, das beide Anbieter in Kooperation mit der Kosmetikschule Jäger in Darmstadt durchführen. In drei intensiven Tagen übst du unter professioneller Anleitung den Einsatz des elektrischen Fräsers, die Nagelmodellage und die Spangentechnik an echten Modellen. Das Seminar ist Voraussetzung für das Abschlusszertifikat – und im Kurspreis enthalten.
5. Abschluss & Zertifikat
Nach erfolgreicher Kursteilnahme und bestandenem Praxisseminar erhältst du:
Abschlusszeugnis: Ein Zeugnis über „Behandlungen der kosmetischen und speziellen Fußpflege (einschl. Nagelmodellage, Fräser- und Spangentechnik)“ – ausgestellt vom jeweiligen Institut.
Abschlusszertifikat: Das Zertifikat „Geprüfte/r Fußpfleger/in (ILS)“ bzw. „Geprüfte/r Fußpfleger/in (SGD)“ – dein Qualitätsnachweis gegenüber Kunden und Arbeitgebern.
Internationales Certificate: Auf Wunsch erhältst du eine englischsprachige Version für den internationalen Einsatz.
Beide Lehrgänge sind von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft und staatlich zugelassen. Die Zertifikate werden zudem von der „Registrierung beruflich Pflegender“ anerkannt, was insbesondere für Pflegefachkräfte relevant ist, die Weiterbildungspunkte benötigen.
6. Berufschancen & Verdienstmöglichkeiten
Als ausgebildete Fußpflegerin stehen dir verschiedene Wege offen – angestellt oder selbstständig, in Voll- oder Teilzeit:
Anstellung
Kosmetikstudios, Wellnesshotels, Pflegeheime, Physiotherapie-Praxen und Nagelstudios suchen regelmäßig qualifizierte Fußpfleger/innen. Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 1.500 bis 2.200 Euro brutto monatlich und steigt mit Erfahrung und Spezialisierung.
Selbstständigkeit
Die Selbstständigkeit ist für viele die attraktivste Option. Die Investitionskosten für eine Grundausstattung sind überschaubar (ca. 1.500 bis 3.000 Euro), und du kannst von zu Hause, mobil bei Kunden oder in eigenen Räumen arbeiten. Übliche Preise liegen bei 40 bis 60 Euro pro Behandlung (ca. 45 Minuten). Bei einer Auslastung von 5 bis 8 Kunden pro Tag ergeben sich monatliche Umsätze von 4.000 bis 8.000 Euro – vor Abzug von Kosten und Steuern.
Nebentätigkeit
Gerade der Einstieg über eine Nebentätigkeit ist beliebt: Mit nur einer Behandlung pro Werktag erzielst du bereits 800 bis 1.200 Euro zusätzlich im Monat. So kannst du die Selbstständigkeit risikoarm testen und schrittweise ausbauen.
Vorteile Fußpflege als Beruf
- Wachsende Nachfrage (demografischer Wandel)
- Geringe Einstiegsinvestition
- Flexible Arbeitszeiten
- Kein Studium nötig
- Ideal als Nebenverdienst
- Ortsunabhängig (mobiler Service möglich)
Das solltest du bedenken
- Körperlich anspruchsvoll (gebückte Haltung)
- Kundenakquise nötig bei Selbstständigkeit
- Keine Kassenabrechnung (nur Podologen)
- Einkommensobergrenze bei Anstellung
7. Kosmetische Fußpflege vs. Podologie – der wichtige Unterschied
Ein häufiges Missverständnis: Der Fernkurs qualifiziert für die kosmetische Fußpflege, nicht für die medizinische Fußpflege (Podologie). Was bedeutet das konkret?
Kosmetische Fußpflege (das, was du im Fernkurs lernst): Pediküre, Nagelmodellage, Hornhautentfernung, Fußmassagen, Fußpackungen, Nagellackierung, präventive Pflege. Du darfst dich als „Fußpfleger/in“ bezeichnen und ein freies Gewerbe anmelden.
Podologie / Medizinische Fußpflege: Die Behandlung krankhafter Veränderungen am Fuß (z. B. diabetisches Fußsyndrom, eingewachsene Nägel mit Entzündung). Hierfür ist eine zweijährige staatlich anerkannte Ausbildung an einer Podologieschule erforderlich, die mit einer staatlichen Prüfung abschließt. Nur Podologen dürfen mit Krankenkassen abrechnen.
8. Häufige Fragen zur Fußpflege Ausbildung im Fernstudium
9. Fazit & Empfehlung
Die Fußpflege-Ausbildung per Fernstudium ist ein solider, risikoarmer Einstieg in einen wachsenden Markt. Die Fernkurse von ILS und SGD sind inhaltlich nahezu identisch, beide staatlich zugelassen und AZAV-zertifiziert. Der wichtigste Unterschied liegt im persönlichen Geschmack: Das ILS punktet mit der KI-Lernbegleitung KILEA, die SGD mit ihrem bewährten OnlineCampus und der App.
Unsere Empfehlung: Fordere bei beiden Anbietern das kostenlose Informationsmaterial an und nutze den 4-wöchigen Testmonat. So kannst du ohne Risiko herausfinden, welche Lernplattform und welcher Stil besser zu dir passen. Die Investition rechnet sich in der Regel bereits nach wenigen Wochen Berufstätigkeit.
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